Nur Lippenbekenntnisse für den Edersee MdB Viesehon lässt sich woanders feiern

2. August 2017

Mit der Feier des Spatenstichs für den Hafen in Bad Karlshafen wurde deutlich, dass man durchaus für Wasser und Tourismus Geld ausgeben kann. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Viesehon rühmt sich, sich für dieses Projekt stark gemacht zuhaben. Er freut sich, dass EU, Bund und Land den größten Teil der Kosten in Höhe von 7,6 Millionen Euro übernehmen. Die FDP-Kreistagsabgeordnete Annegret Schultze-Ueberhorst hofft nun auf ein ähnliches Engagement für den Edersee und die Tourismusentwicklung hier vor Ort. „Hoffentlich vergisst MdB Viesehon nicht, dass das Waldecker Land und der Edersee auch zu seinem Wahlkreis gehören.“ Gemeinsam mit ihrem Parteifreund Heinrich Heidel ist sie sich sicher, dass in der jetzigen Diskussion um den Wasserstand am Edersee die Wählerinnen und Wähler in diesem Teil seines Wahlkreises erwarten, dass hier endlich etwas passiert.

Heinrich Heidel fordert deshalb: „Wenn in Karlshafen so viel Geld für ein Hafenbecken ausgegeben wird, dann könnte man doch auch in Herzhausen ein Vorstaubecken einrichten, ähnlich wie in Nieder-Werbe. Wenn man so viel Geld hat, kann auch der Radweg rund um den Edersee jeden Cent Förderung gebrauchen.“

Für beide FDP-Kommunalpolitiker kann man nicht darauf verweisen, dass bei leerem See und gesenktem Wasserpegel Edersee-Atlantis als Touristenattraktion aus den Fluten auftaucht ohne langfristig mit großem finanziellem Aufwand die Ruinen zu sichern.

Dringend notwendig ist eine Änderung der Betriebsvorschriften, die einen ausreichend hohen Wasserstand bis Ende August garantieren. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit den Weser-Anrainern notwendig. Derzeit wird mit Pegelsenkungen am Edersee hauptsächlich der Schifffahrtstourismus auf der Weser gefördert. Frühere industrielle Nutzer des Transportweges Wasser sind weggefallen.

Sowohl Annegret Schultze-Ueberhorst als auch Heinrich Heidel raten dem CDU-Bundespolitiker doch dringlichst das Gespräch vor Ort zu suchen und nicht aus weiter Ferne Durchhalteparolen zu senden.