KNELL ZU BAUERNPROTESTEN

• Landwirtschaftspolitik wieder mit Vernunft und Wissenschaft gestalten
• Zukunft für heimische Lebensmittel statt Messwahnsinn und Verbote
• Leistung von Landwirten würdigen und gemeinsam Ernährung sichern

WIESBADEN – „Was und wie wir im Augenblick über die Landwirtschaft in Hessen
und der Bundesrepublik Deutschland diskutieren, ist weder nachvollziehbar noch
akzeptabel“, sagt Wiebke KNELL, landwirtschaftspolitische Sprecherin der Fraktion
der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, anlässlich der Aktuellen Stunde der
FDP. „Wir wollen klarstellen, dass die hessischen Landwirte unsere
Kulturlandschaft pflegen und erhalten, dass sie das Rückgrat des ländlichen
Raumes sind und durch ihre tägliche Arbeit die Bevölkerung mit Nahrungsmitteln
auf höchstem Qualitätsniveau versorgen. Unsere Plenarwoche hat zu Recht mit
einer groß angelegten Protestaktion der Landwirte vor dem Umweltministerium
begonnen.“ Die Abgeordnete fordert, im Dialog mit der Landwirtschaft Agrarpolitik
wieder mit Vernunft und auf der Grundlage von Wissenschaft zu gestalten.
„Wir brauchen für unsere moderne und hochtechnisierte Landwirtschaft eine
Zukunftsstrategie mit Möglichkeiten der Wirtschaftlichkeit und der permanenten
Innovation, nicht die Verurteilung einer gesamten Bevölkerungsgruppe. Der
Mess- und Auflagenwahn muss ein Ende haben.“ Knell kritisiert, dass Bundes-
und Landesregierung aus politischem Kalkül eine ganze Branche bei Tierwohl,
Insektenschutz und Düngeverordnung an den Pranger stellten und mit rechtlichen
Regelungen überforderten, die oftmals keine ausreichende wissenschaftliche
Grundlage hätten. „Im Grunde geht es um gezielte Versuche, unsere Gesellschaft
hin auf eine unfreie Natur-Utopie umzuprogrammieren. Für Freie Demokraten geht
es hier aber um einen Sektor von tradtionsreichen und doch hochmodernen
Betrieben, die die Menschen in Land und Stadt zuverlässig mit gesunden
Lebensmitteln versorgen. Die Landwirte leisten eine wichtige und großartige
Arbeit, das sollten wir würdigen und dafür sollten wir auch einmal danken“,
sagt Knell. „Der wissenschaftsferne Aktionismus der Bundesregierung im
Bundesrat muss gestoppt werden. Bund und Land sollten stattdessen
gemeinsam mit den Landwirten sachlich fundierte Maßnahmen erarbeiten,
die die Weichen für die künftige Nahrungsmittelproduktion stellen.
Ansonsten besteht die Gefahr, dass die landwirtschaftlichen Betriebe
in die Insolvenz getrieben werden. Das nützt der ausländischen
Konkurrenz, die mit niedrigeren Auflagen bei Tier- und Umweltschutz
dann den deutschen Markt bedienen würde.“ Die Politikerin fordert die
auf, gemeinsam mit den Landwirten eine umfassende Agrarstrategie für
die Zukunft zu entwickeln. Insbesondere die Förderungen in den
Bereichen Digitalisierung, Smart-Farming und Agrarinvestitionen
müssten durch Land und Bund gestärkt werden. „Wir müssen in der
Politik Rahmenbedingungen schaffen, die weiter Fortschritt und
Entwicklung für eine gute und gesunde Ernährung für alle Menschen
gewährleisten.“