Freie Demokraten fordern Ende der FSC-Zertifizierung des Staatswaldes

• Hohe Kosten, aber kein messbarer Vorteil
• „FSC ist ökonomischer und ökologischer Unfug“
• Nachhaltigkeit ist seit Jahrhunderten gelebte Praxis


Wiebke Knell, Fraktionsvorsitzende und forstpolitische Sprecherin der Freien Demokraten im Hessischen Landtag, hat die Landesregierung aufgefordert, die FSC-Zertifizierung des hessischen Staatswaldes zu beenden. „Die 2018 unter Schwarz-Grün eingeführte FSC-Zertifizierung des Staatswaldes hat das Land bis heute viele Millionen Euro gekostet, aber keinen messbaren ökologischen Vorteil gebracht. Es wird Zeit, damit Schluss zu machen und zu einer einfachen Zertifizierung nach PEFC zurückzukehren. Diese zuvor genutzte Zertifizierung orientiert sich stärker an der Praxis und stellt weniger ideologische Anforderungen. So werden zum Beispiel keine Flächenstilllegungen gefordert“, erklärt Knell. Einen entsprechenden Antrag (Drs. 21/362) haben die Freien Demokraten jetzt in den Landtag eingebracht.
„Die FSC-Zertifizierung produziert jährliche Kosten von 1,2 Millionen Euro für Kontrollen und führt dann noch zu Einnahmeverlusten in Höhe von rund zehn Millionen Euro pro Jahr, weil mit dem Siegel Beschränkungen einhergehen. Die FSC-Zertifizierung ist ökonomischer und ökologischer Unfug“, stellt Knell fest. Sie erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass selbst eine vom WWF, einem offiziellen FSC-Unterstützer, in Auftrag gegebene Studie der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde zu dem Ergebnis kommt, dass eine FSC-Zertifizierung nicht mit signifikanten ökologischen Verbesserungen des Waldzustands einhergeht.
Knell ergänzt mit Blick auf den Tag des Waldes am 21. März: „Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Wald und dessen Schutz sollten selbstverständlich sein. Dafür braucht es aber keine teure Zertifizierung, die mehr Nachteile als Vorteile hat, sondern Vernunft und Vertrauen in die Forstwirtschaft. Nachhaltigkeit ist in der hessischen Forstwirtschaft seit mehr als 300 Jahren gelebte Praxis.“