FDP-Politikerinnen zu Gast bei der Hessischen Landjugend: „Ehrenamt braucht Rückenwind statt Bürokratie“
Im Rahmen der Aktion „Meine Freizeit ist Ehrensache“ des Hessischen Jugendrings haben die Fraktionsvorsitzende der FDP im Hessischen Landtag, Wiebke Knell, und die Kreistagsabgeordnete Friederike Becker (FDP Waldeck-Frankenberg) den Talhof in Edertal-Wellen besucht. Dort tauschten sie sich mit dem Geschäftsführer Danny Mann, Vorstandsmitgliedern der Hessischen Landjugend e.V. und Reiner Jäkel, Geschäftsführer des Hessischen Jugendrings, über die Herausforderungen ehrenamtlicher Jugendarbeit aus.
Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage, wie ehrenamtliches Engagement in der Ferienbetreuung auch in Zukunft möglich bleibt. Die Vertreter der Landjugend machten deutlich, dass sich die rechtlichen Rahmenbedingungen in den vergangenen zwei Jahren spürbar verschärft haben. Besonders drängend sei eine verlässliche Freistellungsregelung für Studierende während der Uniferien, damit diese sich als Teamerinnen und Teamer bei Ferienfreizeiten engagieren können.
Ein weiterer zentraler Punkt: Nach aktueller Gesetzeslage dürfen Jugendverbände keine Betreuung für Grundschulkinder anbieten – obwohl sich die Angebote der Jugendverbände an alle Kinder in Hessen richten sollen. Die Landjugend fordert hier eine Gesetzesänderung.
Auch der wachsende Bürokratieaufwand – etwa bei Mittelbeantragung und Statistikpflichten – wurde thematisiert,
Wiebke Knell erklärte im Anschluss an den Besuch: „Wer sich in seiner Freizeit für andere Kinder engagiert, hat unseren Rückhalt verdient – nicht noch mehr Formulare. Wir werden die Freistellung für Teamerinnen und Teamer während der Uniferien und die notwendige Gesetzesänderung für die Betreuung von Grundschulkindern auf die Landtagsagenda setzen.“
Friederike Becker ergänzte: „Die Jugendverbände leisten mit ihrer Arbeit einen unverzichtbaren Beitrag für alle Kinder in Hessen. Wenn wir wollen, dass sich weiter Menschen ehrenamtlich engagieren, müssen wir Bürokratie abbauen statt aufbauen.