Die Liberalen in Waldeck-Frankenberg und in ganz Hessen trauern um Reinhard C. Schulz

11. Januar 2019

Der Bad Wildunger starb wenige Tage vor dem Jahreswechsel im Alter von 64 Jahren.
Reinhard Schulz war fast fünf Jahrzehnte Mitglied der FDP. Neben Referententätigkeiten bei Bundes- und Landtagsabgeordneten sowie bei der Friedrich-Naumann-Stiftung hatte er 1985 den elterlichen Pensionsbetrieb im heimischen Bad Wildungen übernommen.
Ab 1994 bis zu seinem Tod war Schulz als Referent der FDP-Landtagsfraktion für die regionale Betreuung des FDP-Bezirksverbandes Nord-/Osthessen zuständig, als dessen stellvertretender Vorsitzender er 16 Jahre lang auch ehrenamtlich tätig war.
Stets der Basis verbunden, war Schulz seit Beginn seiner Parteimitgliedschaft ununterbrochen Mitglied im Ortsvorstand der FDP Bad Wildungen, zeitweilig auch dessen Vorsitzender. Lange Jahre war er Mitglied im Vorstand des FDP-Kreisverbandes Waldeck-Frankenberg und fungierte dort als Pressesprecher.
Auf Landesebene war er zunächst bei den Jungen Liberalen als stellvertretender Landesvorsitzender für Programmatik verantwortlich und mehr als zwei Jahrzehnte Mitglied im Landesvorstand der FDP Hessen.
Kommunalpolitisch hatte er sich im Kreistag von Waldeck-Frankenberg eingesetzt. Er war im Aufsichtsrat des Eigenbetriebs Abfall. In seiner Heimatstadt Bad Wildungen gehörte Schulz von 2010 bis 2011 der Stadtverordnetenversammlung an, und war dann ab 2011 Mitglied im Magistrat.
Neben der Politik schlug sein Herz für den Handballverein HSG Bad Wildungen, den er über Jahre hinweg bei Öffentlichkeitsarbeit, Sponsoring und Eventgestaltung betreut hat. In dieser Zeit stiegen die Handballerinnen von der Oberliga in die erste Bundesliga auf.
Mit Reinhard Schulz verlieren die Freien Demokraten in Nord-/Osthessen, in Waldeck-Frankenberg sowie in Bad Wildungen einen leidenschaftlichen und auch streitbaren Liberalen, bei dem das Menschliche nie zu kurz kam. Stets erreichbar, stets hilfsbereit und das Herz immer auf dem rechten Fleck, das galt für ihn in allen politischen und persönlichen Dingen.
Mit seinem umfassenden Wissen über die Geschichte der FDP, über innerparteiliche Zusammenhänge, und mit der Art, wie er Politik gemacht hat, sowie mit seinem Humor und Wortwitz hinterlässt er eine große Lücke. Er hat das Bild der Liberalen in der Region nachhaltig geprägt.  

Quelle: WLZ 03.1.2019