KNELL zum Wilke-Skandal

• Wilke-Skandal ist nicht abgeschlossen
• Ministerin muss sich erklären
• Untersuchungsausschuss könnte Licht ins Dunkel bringen

WIESBADEN – „Der Wilke-Skandal ist weder vollständig aufgearbeitet noch abgeschlossen“,
sagt Wiebke Knell, verbraucherschutzpolitische Sprecherin der Fraktion der Freien Demokraten
im Hessischen Landtag. „Auch wenn in der Landespolitik derzeit zurecht andere Themen im
Vordergrund stehen, sind in Bezug auf den Skandal um listerienverseuchte Wurst weiter Fragen
offen“, betont Knell und erinnert daran, dass Verbraucher viel zu lange im Unklaren gelassen wurden.
Vor einem halben Jahr hatte der zuständige Landkreis Waldeck-Frankenberg den Betrieb geschlossen.
Mit den verseuchten Produkten der Firma Wilke werden mehr als 30 Krankheitsfälle und drei Todesfälle
in Verbindung gebracht. Das Thema ist längst ein Fall für die Ermittlungsbehörden. Nun hat die
Verbraucherschutzorganisation Foodwatch auch Strafanzeige gegen Behördenverantwortliche auf
Kreis- und Landesebene, darunter Verbraucherschutzministerin Priska Hinz, erstattet und Verstöße
gegen das Lebensmittelrecht vorgeworfen. „Wir Freie Demokraten fordern die Ministerin auf,
sich zu den Vorfällen des vergangenen Jahres und der Verantwortung ihres Ministeriums zu
erklären“, sagt Knell. „Gegebenenfalls muss eben ein Untersuchungsausschuss Licht ins Dunkel
bringen.“