Kommunalwahlprogramm 2026

Kommunalfinanzen in Waldeck-Frankenberg

  • Kreisumlagen transparent und maßvoll gestalten
  • Verwaltung schlank und wirksam organisieren
  • Interkommunale Zusammenarbeit systematisch ausbauen
  • Mittelfristig Kommunalstrukturen effizienter machen

Kreisumlagen transparent und maßvoll gestalten: Die Kreisumlagen sind eine der größten Belastungen für die Städte und Gemeinden. Wir prüfen Höhe und Struktur regelmäßig, schaffen klare und transparente Regeln und verhindern, dass Kommunen und damit Bürgerinnen und Bürger weiter übermäßig belastet werden.

Verwaltung schlank und wirksam organisieren: Der Stellenplan im Kreishaus wird auf den Prüfstand gestellt. Ziel ist eine schlagkräftige, schlanke und kosteneffiziente Verwaltung, die Anträge zügig bearbeitet und Doppelstrukturen abbaut.

Interkommunale Zusammenarbeit ausbauen: Kreis und Kommunen kooperieren stärker, um Kosten zu senken und die Qualität der Leistungen zu sichern. Der Kreis fungiert als Lotse für Verwaltungsgemeinschaften und unterstützt Kommunen aktiv bei Gründung und Entwicklung solcher Kooperationen.

Kompetenzen bündeln, Bürokratie abbauen: Wir modernisieren Prozesse, reduzieren unnötige Bürokratie und setzen auf digitale Lösungen. Das erhöht Effizienz und verbessert den Service für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen.

Strukturen mittelfristig effizienter machen: 21 Kommunen sind mittelfristig zu viel, um Ressourcen wirksam zu steuern. Wir setzen auf freiwillige Fusionen benachbarter Kommunen oder größere Verwaltungseinheiten, um Handlungsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit zu stärken.

Regionale Besonderheiten wahren: Jede Veränderung erfolgt mit Augenmaß, respektiert lokale Identität und berücksichtigt die Interessen der Menschen vor Ort. Ziel ist eine stabile, bürgernahe Verwaltung.

Finanzielle Handlungsfähigkeit sichern: Durch maßvolle Umlagen, schlanke Strukturen und Kooperationen stärken wir die Budgets der Kommunen. So vermeiden wir unnötige Belastungen für Steuerzahlende und schaffen Spielräume für Investitionen.

Fazit: Eine nachhaltige, transparente und zukunftsfähige Finanzpolitik ist die Grundlage kommunaler Stärke. Mit klaren Regeln, effizienter Verwaltung, Zusammenarbeit und klugen Strukturen bleibt Waldeck-Frankenberg handlungsfähig.

Landwirtschaft in Waldeck-Frankenberg

  • Regionale Aufträge sichern
  • Bürokratie vor Ort abbauen
  • Fachdienst Landwirtschaft fachlich stärken
  • Direktvermarktung und regionale Vermarktung fördern
  • Wolfsmanagement mit Augenmaß
  • Digitalisierung und Infrastruktur (Breitband/5G) ausbauen
  • Rhein-Main-Link: Schäden minimieren, Betriebe unterstützen
  • Erneuerbare Energien als Einkommensstandbein

Regionale Aufträge sichern: Der Landkreis vergibt Dienstleistungen, die heimische Betriebe leisten können, vorrangig vor Ort. Das stärkt die regionale Wertschöpfung und sorgt für kurze Wege.

Bürokratie vor Ort abbauen: Genehmigungen sollen schlank sein, Anträge digital gestellt werden können und Vorschriften pragmatisch ausgelegt werden. Jede gesparte Stunde Bürokratie ist mehr Zeit für die eigentliche Arbeit.

Fachdienst Landwirtschaft fachlich stärken: Die Planstellen im Fachdienst Landwirtschaft werden erhalten und qualifiziert besetzt. Eine Verlagerung in andere Bereiche lehnen wir ab.

Direktvermarktung und regionale Vermarktung fördern: Direktvermarkter erhalten Unterstützung bei Marketing und Vernetzung mit Gastronomie und Tourismus. Der Landkreis stellt geeignete Flächen für Hofläden und Verkaufsstände bereit.

Wolfsmanagement mit Augenmaß: Weidetierhalter brauchen Schutz und Planungssicherheit. Entschädigungen müssen zügig fließen, Herdenschutz unbürokratisch gefördert und problematische Tiere bei Bedarf entnommen werden.

Digitalisierung und Infrastruktur ausbauen: Der Landkreis unterstützt Precision Farming, Automatisierung und Drohneneinsatz durch Beratung, Förderzugänge und den Ausbau von Breitband und 5G – auch für Einzelhoflagen. Die Arbeit des Maschinenrings Waldeck-Frankenberg wird weiterhin gestärkt.

Rhein-Main-Link: Schäden minimieren, Betriebe unterstützen: Die Landwirtschaft wird frühzeitig beteiligt und von den Fachdiensten Bauen, Umwelt und Landwirtschaft begleitet. Ziel ist es, Beeinträchtigungen zu begrenzen und Ausgleichslösungen zu sichern.

Erneuerbare Energien als Einkommensstandbein: Biogas, Photovoltaik und Beteiligungen an Windkraftanlagen leisten einen wichtigen Beitrag zum Betriebserfolg. Die Kreisverwaltung unterstützt über Fachdienste sowie EWF/VEW.

Mobilität in Waldeck-Frankenberg

Unsere Forderungen:

  • Investitionen in den Straßenbau auf hohem Niveau halten
  • Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur
  • Gegen universelles Tempo 30 in Städten
  • On-Demand-Lösungen für Busverkehr voranbringen

Waldeck-Frankenberg ist „ländlicher Raum pur“ und das ist auch gut so. Wir selbst, aber auch Touristen wissen die landschaftliche Schönheit, den Platz und die Natur unseres Landkreises zu schätzen. Im Alltag bedeutet „viel Platz für Natur“ aber eben auch oft: weite Strecken zu Arbeit / Schule, Kultur, Freunden, Einkaufen und Freizeitgestaltung.

Ein überwiegender Teil der Menschen ist auf das Auto angewiesen und daher möchten wir durch fortgesetzten Straßenausbau und Erneuerung dafür Sorgen, dass die Strecken gut befahrbar bleiben oder werden.

Das „Rennen“ zwischen Verbrenner- und Eloktromotoren entscheidet nicht der Staat, sondern ein mittlerweile schon weltweiter Markt um Energiequellen und -preise, Technologien und letztlich den Wünschen der Verbraucher. Unser Landkreis muss das Nutzungsverhalten permanent im Auge behalten und mit Ausbau der Ladesäuleninfrastruktur, sowie der Einbeziehung der Anbieter voranbringen.

Eine universelle Tempo-30-Zone in unseren Städten macht unserer Ansicht nach keinen Sinn: sie würde den Verkehr pauschal verlangsamen und brächte auch niemanden dazu, auf das Auto zu verzichten – ganz einfach, weil das in den meisten Fällen nicht geht.

Die Zeit der starren Buslinien neigt sich dank KI und App-basierter Nutzungsmodelle dem Ende zu. Um Auslastung und Kundenwünsche ins Gleichgewicht zu bringen fordern wir eine Offensive des Landkreises in diesem Bereich.

Sicherheit in Waldeck-Frankenberg

  • Kraftstoffversorgung für Notstrom der kritischen Infrastruktur sichern
  • Wärmeräume in Dorfgemeinschaftshäusern inklusive Notstrom und Ladepunkten
  • Dorfgemeinschaftshäuser als Informationspunkte mit Aushängen und Radio
  • Schutz solcher Einrichtungen durch Präsenz und bauliche Sicherungen
  • Aufklärung der Bevölkerung zu Vorräten, Anlaufstellen und Verhalten
  • Klare Strukturen, Abläufe und regelmäßige Übungen im Krisenfall

Kraftstoffversorgung sicherstellen: Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Wärmeräume und Feuerwehren benötigen verlässliche Kraftstoff- und Logistikketten für Notstromaggregate. Diese Versorgung wird geplant, vertraglich gesichert und regelmäßig überprüft.

Wärmeräume ausstatten: Dorfgemeinschaftshäuser werden mit Notstromaggregaten, Mehrfachsteckdosen und Ladeinfrastruktur ausgestattet, damit Menschen Geräte laden und Schutz finden können.

Informationspunkte einrichten: Dorfgemeinschaftshäuser fungieren als zentrale Anlaufstellen. Aushänge müssen möglich sein, und ein UKW- oder DAB-Radio sorgt auch im Stromausfall für Informationen.

Einrichtungen schützen: Polizei- und Ordnungspräsenz werden erhöht. Wo erforderlich, ergänzen Sicherheitsdienste und bauliche Maßnahmen wie Zäune, Beleuchtung und einfache Zutrittskontrollen den Schutz.

Bevölkerung informieren: Informationsveranstaltungen vermitteln, welche Vorräte sinnvoll sind, wohin man sich im Krisenfall wendet und wie man sich verhält. Checklisten und Kontaktpunkte werden kommuniziert.

Strukturen und Übungen: Eine klare Organisationsstruktur mit Zuständigkeiten, Alarm- und Kommunikationsplänen wird aufgebaut, gepflegt und regelmäßig geübt. Das schafft Ruhe, Ordnung und Verlässlichkeit im Ernstfall.

Umwelt in Waldeck-Frankenberg

  • Klimaschutz mit Augenmaß und realistischer Wirkung
  • Erneuerbare Energien im Einklang mit Natur und Akzeptanz
  • Bürgerenergie und Beteiligungsmodelle stärken
  • Photovoltaik auf Dächern, Parkplätzen und Konversionsflächen zuerst
  • Natur- und Artenschutz mit den Menschen vor Ort
  • Sauberes Wasser und gesunde Böden schützen
  • Innen- vor Außenentwicklung, Denkmalschutz erleichtern
  • Umweltbildung, Digitalisierung und frühe Beteiligung ausbauen

Klimaschutz mit Augenmaß: Wir unterstützen Projekte mit realistischen, überprüfbaren Zielen, die technologieoffen und wirtschaftlich tragfähig sind. Kommunale Gebäude werden saniert, intelligent gesteuert und mit moderner Technik ausgestattet.

Erneuerbare im Einklang mit Natur und Akzeptanz: Der Ausbau erfolgt verantwortungsvoll und berücksichtigt Landschaftsbild, Artenschutz und die Akzeptanz der Bevölkerung.

Bürgerenergie und Beteiligung: Bürgerenergieprojekte und kommunale Beteiligungsmodelle halten Wertschöpfung in der Region und erhöhen die Zustimmung vor Ort.

Photovoltaik mit klarem Vorrang: Dächer, Parkplätze und Konversionsflächen haben Vorrang vor der Umnutzung wertvollen Ackerbodens. So verbinden wir Energieausbau und Flächenschutz.

Natur- und Artenschutz gemeinsam umsetzen: Wälder, Gewässer und Schutzgebiete werden durch nachhaltige Nutzungskonzepte gepflegt. Landwirtschaft, Forst, Jägerschaft und Naturschutzverbände arbeiten auf Augenhöhe zusammen, etwa im Landschaftspflegeverband.

Bürokratie für Freiwillige senken: Freiwillige Naturschutzmaßnahmen werden durch weniger Hürden und klare Verfahren erleichtert.

Wasser und Böden schützen: Eder, Diemelsee, Twistesee und Edersee werden als Natur- und Tourismusgüter geschützt. Bodenschutz gelingt durch sparsamen Flächenverbrauch und konsequente Innenentwicklung.

Innenentwicklung vor Außenentwicklung und Denkmalschutz erleichtern: Wir stärken die Nachverdichtung und vereinfachen praxistaugliche Lösungen im Denkmalschutz.

Umweltbildung, Digitalisierung und Beteiligung: Umweltbildung an Schulen, in Vereinen und an außerschulischen Lernorten wird ausgebaut. Digitale Verwaltungsprozesse schonen Ressourcen, und frühzeitige Bürgerbeteiligung schafft Vertrauen.

Wirtschaft in Waldeck-Frankenberg

  • Rückkehrkampagne für Fachkräfte aus Waldeck-Frankenberg
  • Wirtschaftsförderung verlässlich fortführen
  • Gründungen, Innovation und Digitalisierung stärken
  • THM und regionale Wirtschaft enger verzahnen
  • Wissenstransfer und praxisnahe Projekte ausbauen
  • Regelmäßigen Austausch zwischen Politik, Verwaltung und Unternehmen
  • Behördengänge digital, schnell und schlank

Rückkehrkampagne für Fachkräfte: Wir sprechen ehemalige Waldeck-Frankenberger gezielt an und werben mit starken Arbeitsangeboten, Lebensqualität und Familienfreundlichkeit. So gewinnen wir dringend benötigte Talente zurück.

Wirtschaftsförderung fortführen: Die begonnenen Maßnahmen werden verlässlich weitergeführt. Regionale Unternehmen erhalten Unterstützung bei Innovationen, Digitalisierung und der Schaffung neuer Arbeitsplätze.

Gründungen und Innovation stärken: Gründer und kleine bis mittelständische Unternehmen erhalten Zugang zu Netzwerken, Beratung und Pilotprojekten. Technologie- und Innovationszentren werden ausgebaut.

THM und Wirtschaft verzahnen: Die Zusammenarbeit der THM mit Betrieben wird vertieft. Duale Formate, Labore und Forschungskooperationen bringen Praxis und Studium zusammen.

Wissenstransfer beschleunigen: Forschungsergebnisse sollen schneller in die Anwendung gelangen. Matching-Formate und Transferprojekte verbinden Hochschulen und Unternehmen.

Austausch auf Augenhöhe: Regelmäßige Runden zwischen Politik, Verwaltung und Wirtschaft schaffen Verständnis, Transparenz und schnelle Lösungen.

Behördengänge digital und schlank: Anträge und Genehmigungen werden digital, benutzerfreundlich und zügig bearbeitet. Klare Zuständigkeiten und feste Fristen bauen Bürokratie ab.

Ausbildung in Waldeck-Frankenberg

  • Duale Ausbildung als gleichwertigen Bildungsweg stärken
  • Berufsschulstandorte sichern und vernetzen
  • Ausbildungsbetriebe bürokratisch entlasten
  • Praxisnahe Berufsorientierung mit regionalen Betrieben ausbauen
  • Digitale Infrastruktur und Lernangebote erweitern
  • Erreichbarkeit, Ausstattung und Organisation der Schulen verbessern

Duale Ausbildung stärken: Die duale Ausbildung wird kommunikativ und strukturell aufgewertet. Sie ist ein gleichwertiger Bildungsweg mit hervorragenden Karrierechancen.

Berufsschulstandorte sichern: Bestehende Standorte bleiben erhalten und werden sinnvoll vernetzt. Gute Erreichbarkeit, moderne Ausstattung und klare Organisation sind Aufgabe des Schulträgers.

Betriebe entlasten: Ausbildungsbetriebe brauchen einfache Verfahren, klare Ansprechpartner und schnelle Entscheidungen. Kommunalpolitik agiert als Partner statt als Hürde.

Praxisnahe Orientierung: Schulen kooperieren eng mit Handwerk, Mittelstand und Industrie. Praktika, Betriebserkundungen und Ausbildungsmessen eröffnen jungen Menschen Perspektiven in der Region.

Digitale Angebote ausbauen: Hybridunterricht, Lernplattformen sowie moderne Werkstätten und Fachräume machen Ausbildung attraktiv und flexibel. Der Landkreis treibt diese Entwicklung aktiv voran.

Schulische Rahmenbedingungen verbessern: Investitionen in Ausstattung, Labore, IT und die ÖPNV-Anbindung sichern Qualität und kurze Wege. So bleibt Ausbildung wohnortnah und leistungsfähig.

Bildung in Waldeck-Frankenberg

  • Moderne Schulen mit verlässlicher digitaler Infrastruktur
  • Früh fördern: Bildungsgerechtigkeit von Anfang an
  • Berufliche Bildung und duale Studienangebote ausbauen
  • Schulen, Betriebe und Hochschule eng verzahnen
  • IT-Betreuung und klare Supportstrukturen sichern
  • Alltagswissen in den Unterricht mit LifeTeachUs
  • Lehrkräfte fortbilden, Innovation an Schulen stärken
  • Bildung mit Freiheit und Verantwortung gestalten

Bildung ist der Schlüssel zu persönlicher Freiheit, gesellschaftlichem Zusammenhalt und wirtschaftlicher Stärke. Nicht Herkunft, sondern Leistung und Talent sollen über Bildungswege entscheiden. Gerade im ländlichen Raum wie Waldeck-Frankenberg ist eine moderne, verlässliche und leistungsfähige Bildungslandschaft entscheidend, um junge Menschen zu halten und Zukunftschancen vor Ort zu eröffnen. Die Bildungslandschaft reicht von frühkindlicher Bildung über Grund- und weiterführende Schulen bis hin zur beruflichen Bildung und dualen Studienangeboten. Diese Vielfalt wollen wir sichern, weiterentwickeln und konsequent an den Anforderungen des 21. Jahrhunderts ausrichten.

Moderne Schulen mit verlässlicher digitaler Infrastruktur: Jede Schule braucht Glasfaser, flächendeckendes WLAN und geeignete Endgeräte. Medien- und Digitalisierungskonzepte müssen verbindlich, praxistauglich und auf Unterrichtswirkung ausgerichtet sein, statt aus isolierten Einzelmaßnahmen zu bestehen.

Lehrkräfte fortbilden, Innovation stärken: Lehrkräfte und Schulleitungen erhalten gezielte Fortbildungen zu KI-gestütztem Lernen, individualisierter Förderung und modernen didaktischen Ansätzen. Digitalscouts entwickeln wir zu echten Innovations- und Schnittstellenfunktionen weiter, die Schulentwicklung praktisch voranbringen.

IT-Betreuung und klare Supportstrukturen sichern: Verlässliche IT-Betreuung ist Voraussetzung für guten Unterricht. Zuständigkeiten und Supportprozesse werden klar geregelt, damit Lehrkräfte ihre Zeit dem Lehren widmen können.

Wir möchten unsere Schulen darin bestärken, mehr Alltagswissen in den Unterricht zu bringen. Mit der App „LifeTeachUs“ können „LifeTeacher“ als Bildungspartner Vertretungsstunden übernehmen.

Früh fördern: Bildungsgerechtigkeit von Anfang an: Frühkindliche Bildung entscheidet über Sprachkompetenz, soziale Entwicklung und spätere Bildungserfolge. Wir stärken verbindliche Sprachförderung vor der Einschulung, unterstützen Kitas bei Ganztagsangeboten und pädagogischer Qualität und entlasten Träger sowie Kommunen durch unbürokratische Beratung und klare Zuständigkeiten. Übergänge zwischen Kita, Grundschule und weiterführender Schule werden besser vernetzt und gestaltet.

Berufliche Bildung und duale Studienangebote ausbauen: Berufsschulen im Kreis werden gestärkt und ausgebaut. Duale Studienangebote in nachgefragten Zukunftsfeldern werden erweitert, damit der Landkreis gut ausgebildete Fachkräfte gewinnt und hält. Wir schaffen attraktive Rahmenbedingungen, damit junge Menschen für Ausbildung und Studium in der Region bleiben oder zurückkehren.

Schulen, Betriebe und Hochschule eng verzahnen: Schulen, Handwerk, Industrie und die THM arbeiten enger zusammen. Praxisprojekte, Praktika, Messeformate und Übergangsberatungen erleichtern den Einstieg in Ausbildung und Studium und binden Talente an die Region.

Bildung mit Verantwortung und Freiheit gestalten: Liberale Bildungspolitik setzt auf klare Standards, individuelle Förderung und Vertrauen in die Kompetenz der Bildungseinrichtungen. Der Staat ermöglicht, statt zu überregulieren, und Entscheidungen werden dort getroffen, wo sie wirken – vor Ort. Unser Ziel ist eine Bildungslandschaft, die Leistung fördert und anerkennt, individuelle Bildungswege ermöglicht, soziale Herkunft überwindet und junge Menschen zu selbstständigem Denken, Verantwortung und Engagement befähigt.

So sichern wir Zukunftschancen – für jede und jeden Einzelnen und für unseren ländlichen Raum insgesamt.

Bürgerentscheide in Waldeck-Frankenberg

Unsere Forderungen:

  • Missverständnisse aufklären
  • Der Bürger ist Souverän
  • Bürgerentscheide ermöglichen

Wir fordern bessere Aufklärung darüber, wie Bürgerbefragungen und Bürgerbegehren durchgeführt werden können. Statt „Das verstehen die Bürger nicht – da können sie nicht drüber entscheiden.“ wollen wir mehr direktdemokratische Elemente. Als erste Schritte sollen in Zukunft digitale Bürgerbefragungen durchgeführt werden, bei denen Bürgerinnen und Bürger direkt ihre Meinung zu Planungen und Projekten vor Ort einbringen können. Diese Befragungen sollen auf digitalem Wege organisiert sein.

Im Kern liberaler Politik steht immer der und die Einzelne als vernunftbegabter Mensch. Er kann seine Entscheidungen auf demokratischem Wege einbringen – ob indirekt über die von ihm gewählten Vertreter in Parlamenten oder Versammlungen oder auf direktem Wege. Wir sperren uns nicht gegen Bürgerbefragungen und -entscheide zu Einzelentscheidungen vor Ort. Lediglich eine Abwägung des Aufwandes und eine gute Informationslage gehören dabei stets bedacht.

Bereits jetzt sind laut HGO (§ 8b) Bürgerentscheide auf Gemeindeebene möglich. Wir fordern den Landkreis dazu auf, die Anbahnung auf Gemeindeebene zu unterstützen.

Denkmalschutz in Waldeck-Frankenberg

Unsere Forderungen:

  • Mehr Pragmatismus im Denkmalschutz
  • Echte Denkmäler schützen, Wohnruinen freigeben
  • Reform auf Landesebene
  • Innovation stärken

Der richtige Grundgedanke des Denkmalschutzes ist in ein Verwaltungs- und Bürokratiemonster ausgeartet. Wenn Wohnraum „blockiert“ wird, weil die Anforderungen des Denkmalschutzes zu starr ausgelegt werden, müssen pragmatische Lösungen her statt „diese Sockelleiste ist aus dem falschen Holz“. Wir setzen uns dafür ein, dass die untere Denkmalschutzbehörde in pragmatischen Entscheidungen gestärkt wird.

Bei vielen Denkmälern, die im Sinne der Pflege von Kultur und Geschichte unserer Region bereits gut erhalten betreut werden, gibt es einen breiten gesellschaftlichen Konsens darüber, dass wir sie gut erhalten sollten. Bei verfallenen Gebäuden, in denen Wohnraum entstehen könnte, muss jedoch auch ein Abriss als Option deutlich ernsthafter als bislang ermöglicht werden.

Auf Landesebene macht sich die FDP Waldeck-Frankenberg bereits seit Jahren für eine Reform stark. Wenn die Landesregierung nun eine Vereinfachung der Zusammenarbeit von unterer Denkmalschutzbehörde und der Fachbehörde (Landesamt für Denkmalschutz) einführt, kann das nur ein erster Schritt sein. Die FDP Hessen fordert die konsequente Kommunalisierung der Entscheidungen – d.h. Abstimmungen der Kreistage, Städte- und Gemeindevertretungen über konkrete Projekte.

Innovationen im Bereich der Denkmalumbauten sind echte Zukunftsprojekte. Sie dürfen nicht dogmatisch von Schreibtischen aus, sondern müssen fördernd vor Ort begleitet werden.

Familien in Waldeck-Frankenberg

  • ÖPNV im Kreisgebiet
  • Früh-Kitas ermöglichen und Arbeit besser mit Familie vereinbaren
  • Bürgerschaftliche Gremien stärken und Beteiligung ausweiten
  • Bildungs- und Freizeitangebote für alle Generationen fördern

ÖPNV verlässlich ausbauen: Wir schaffen ein modernes Angebot im gesamten Kreisgebiet und in den Städten und Gemeinden. Dabei sollen auch neue Konzepte wie der On-demand-Busverkehr erprobt werden, bei dem der ÖPNV appgestützt und nach Bedarf gesteuert wird.

Früh-Kitas ermöglichen: Der Landkreis unterstützt Gemeinden, die Kitas bereits ab 5 Uhr öffnen wollen. Besonders Beschäftigte in Gastronomie, Pflege und Schichtarbeit erhalten so praxistaugliche Betreuung.

Beteiligung ausweiten: Bestehende Gremien wie Senioren-, Ausländer- und Präventionsrat werden gestärkt und um neue Formate wie einen Jugendbeirat ergänzt. So entsteht eine informierte, interessierte Bürgerschaft mit starker demokratischer Kultur.

Bildung und Freizeit fördern: Gute Wohnverhältnisse, ein breites Bildungsangebot und vielfältige Freizeitmöglichkeiten bilden die Basis für ein gelingendes Miteinander von jung bis alt. Der Landkreis schafft hierfür verlässliche Rahmenbedingungen.

Familie als Keimzelle der Demokratie: Gute Kinderbetreuung, starke Schulen und generationenübergreifende Angebote fördern Respekt, Verantwortung und Teilhabe von Anfang an.

Freiheit und Eigenverantwortung respektieren: Politik setzt den Rahmen und stärkt Selbstbestimmung. Familien entscheiden selbst, wie sie leben. Wir unterstützen sie pragmatisch, unbürokratisch und auf Augenhöhe.