Angeln am Edersee muss kundenorientierter werden

09.06.2016

Die FDP-Kreistagsfraktion sieht eklatante Defizite in der Unterstützung des Angeltourismus von Seiten des Naturparks Kellerwald-Edersee. So mussten zuletzt an Pfingsten verärgerte Angler abreisen, da es für sie unmöglich erschien einen Fischereierlaubnisschein für das Wochenende zu erwerben. Für die Freien Demokraten scheint die Vertriebspraxis der Fischereierlaubnisscheine als überholt: „Tagestouristen müssen teils unzumutbare Distanzen bewältigen um einen schriftlichen Fischereierlaubnisschein für ein Wochenende in spärlich gesäten Verkaufsstellen zu erwerben, im digitalen Zeitalter ist dies nicht mehr zeitgemäß und könnte auch via Internet und Smartphone erledigt werden,“ so das Edertaler Kreistagsfraktionsmitglied Annegret Schultze-Ueberhorst.
Auch den mit dem Vertrieb verbundenen Aufwand für die Geschäfte, Angelläden und anderen Anbieter sehen die Freien Demokraten als kritisch und nicht fördernd. So müssen die zu verkaufenden Angelkarten von den Verkaufsstellen auf Kommission erworben werden, aber den Anbietern bleibt trotz des enormen Kapitalaufwandes nur ein Euro pro ausgegebener Fischereierlaubniskarte. Besonders verwundert zeigt sich die Fraktion gegenüber der Tatsache, dass bereits eine Software zur digitalen Abwicklung von der Edersee Touristik aus Österreich organisiert wurde: „Da erklärte sich die heimische Tourismusindustrie schon bereit die Missstände zu ändern aber der Naturpark Kellerwald Edersee, der aktiv mit der Angeldestination Edersee wirbt, nutzt diese kundenorientiertere Möglichkeit nicht“, so Schultze-Ueberhorst abschließend.
Eine Große Anfrage zu dem Thema wurde zur nächsten Kreistagssitzung eingereicht.